Am Steuer mit den Evil Twins

Vier gezeichnete Personen fliegen in einem Einkaufswagen am rosa Abendhimmel über Berlin entlang

Meine drei Führerscheinprüfungen Ja, das mit dem Autofahren … . Fangen wir mal so an: Kontemplation ist toll. Wenn man sich friedlich und zuversichtlich fühlt, kriegt man mehr mit und kann dann viel bessere Entscheidungen treffen. Diesen wunderbaren Zustand habe ich allerdings nur selten beim Autofahren erlebt. Jedenfalls nicht dann, wenn ich selbst am Steuer saß. Statt dessen sitzen immer die Evil Twins neben mir. Sie heißen Übervorsicht und Sorglosigkeit und sind einzeln noch halbwegs okay. Als Team haben sie

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Sofaweitergabe und die dusselige Filterblase

Grafik Rosa und goldenes Schnoerkelsofa

Wann immer ich kann, arbeite ich eine Leseliste ab, auf der alles steht, wozu ich nicht gekommen bin. Wenn das mit der Sammlung interessanter Texte so weiter geht, dann werde ich die zwei Angebots-Wochen für ein SZ-Probeabo komplett frei nehmen müssen – die bräuchte ich nämlich, um alle Links abzuarbeiten. Gerade lese ich einen erschütternden Bericht über den Brandanschlag von Solingen. Die Werbung funkt und blinkt an der Seite. Halb aufmerksam spricht mein Gehirn beim Lesen über den Brandanschlag den

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Roter Stern am Himmel … ach nee, doch nicht

Scribble einer Frau mit roten Haaren und gruenem Anzug vor schwarzem Sternenhimmel

Das unbekannte Flugobjekt Letzten Samstag bin ich abends ans Fenster getreten, ohne etwas Besonderes zu wollen. Ich stand einfach so da und sah einen roten Stern hoch oben am Himmel. Er war etwa so groß wie die Venus, blinkte nicht, hatte feine Strahlen und sah am ehesten aus wie Mars. Nur eben nicht orange, sondern leuchtend rot. So weit so gut. Erst mal tat ich nichts weiter, als ihn zu bewundern, denn er sah ausgesprochen schick aus. Während ich staunte,

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Die Fliegerbombe

S-Bahn fährt in Berliner Hauptbahnhof

Ich freue mich, zu lesen, dass die Entschärfung der Weltkriegsbombe geglückt ist. Heute bin ich nämlich mit der S-Bahn durch den leergefegten Hauptbahnhof gefahren, ganz ohne Zwischenstopp. Die Durchsage drei Stationen vorher lautete, dass der Zug wegen einer Bombenentschärfung nicht am Hauptbahnhof halten wird. Ah, okay, Bombenentschärfung. – Was??? Statt sofort auszusteigen, sicherte ich mir einen guten Fensterplatz. Wobei die anderen S-Bahn-Insassen und ich etwas verdutzt darüber waren, dass wir im Gegensatz zu allen anderen Menschen als nicht-gefährdet eingestuft worden

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Abenteuer Influenza

Der Eis-Geist lässt es richtig krachen

Fünf Tage mit dem Eis-Geist Den leichten Husten am Morgen ignorierte ich geübt. Mittags wurde mir vom Staubsaugen so ungewöhnlich schwindelig, dass ich um ein Haar das Bewusstsein verloren hätte. Da das nicht die übliche Reaktion auf Staubsaugen ist und mittlerweile winzigste Luftveränderungen heftige Schmerzattacken in Muskeln und Knochen hervorriefen, robbte ich unverzüglich ins Nebenzimmer und begab mich unter sieben dicke Decken. Dort blieb ich für die nächsten fünf Tage. Zu sagen, „ich habe eine Grippe“, klingt unzulässig harmlos gemessen

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Sumpf und Dunst

Beschlagene Scheibe in Eisblau und Rosa

Zu beleidigt für Selbstoptimierung Manchmal frage ich mich, ob nicht eine viel zu schwungvoll betriebene Selbstoptimierung auch komplett unoptimierte oder unoptimierbare Nebenprodukte hervorbringt. Jedes Ding hat doch zwei Seiten. Wenn zuviel herum optimiert wird, müssten doch auf irgendeiner dunklen Rückseite jede Menge No-Gos wachsen. All das, was nicht zu dem selbstoptimierten Menschen passt. Damit sich die No-Gos nicht unkontrolliert im Hintergrund auftürmen, braucht es eine ausgleichende Gegenbewegung, die sich ihrer annimmt. Während andere sich weiter optimieren, de-optimiere ich mich jetzt

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30 Katzen, 2 Schildkröten und 0 Giraffen

Gemalte orangene Katze läuft über gruenen Hintergrund

Erst das Bild, dann der Text Diesmal fängt alles mit dem Katzen-Titelbild an. Meistens ist es ja umgekehrt, erst ist ein Text da und dann kommen die passenden Bilder dazu. Manchmal auch passend gemachte Bilder, wie dieses Elfenpony. So, am Anfang war also das Katzenbild. Ich dachte mir, ich muss praktisch nur in den kommenden Nächten irgendetwas träumen, was zu dem Titelbild passt. Am besten natürlich etwas mit Katzen. Dummerweise kam dann kein einziger Traum mit Katzenbezug. Und alle anderen

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Punk und Goldstaub

Buntes Plastik-Elfenpony vor gruenen Baeumen

Letzte Nacht habe ich von der Mittenwalder Straße geträumt. Das kommt, weil ich eine Serie gesehen hatte, die im Mittelalter spielt. Im Traum waren Freunde von mir zu Besuch in Berlin und ich wollte unbedingt, dass sie den besten Caipirinha aus dem Kiez bekommen. Den gab es – in meinem Traum! – in der Blechbüchse in der Mittenwalder Straße. Das war in den 90ern eine komplett mit Blech ausgekleidete Bar. Sie öffnete immer erst um Mitternacht und schloss um zwölf

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Helikopter und der Traum vom Fliegen

Autorin Sofie vor rotem Helikopter auf dem BER

Jetzt zu Beginn erst mal ein wiedergefundener Traumfetzen: Im Helikopter fliege ich über Berlin. Unter uns ist eine Demo mit vielen Menschen. Ich lasse sogar die Beine baumeln und schöpfe mit einer Kelle etwas grüne Erbsensuppe von einem Lastwagen. Da dreht der Helikopter bei und rast sehr schnell weg. Wir hatten keine Genehmigung und wurden von der Polizei verfolgt, anscheinend kann der Pilot so schnell machen, dass er sogleich vom Radar verschwindet. Tja, so geht‘s natürlich auch, die heiß begehrte

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Der Schrei-Kopf von Munch

Schrei-Kopf von Edvard Munch sitzt im Albtraum auf eigenem Hals

Uh, gruselig geträumt. Eine große Wespe hat nach einem Eingang an meinem Haus gesucht, an Türen und Fenstern. Ich musste rennen, irgendetwas richten, es waren auch andere Menschen da. Wo waren wir bloß? Ah, ich erinnere mich, mein Kopf war ab und jemand hatte aus Versehen einen anderen angenäht. Einen grauen Männerkopf, aber keinen echten, mehr so künstlich, modelliert oder gemalt. So etwa wie der Schrei-Kopf von Munch. Seltsamerweise war er so gut angenäht, dass ich damit sprechen und sagen

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