SInd SIe zufrieden?

Sind Sie zufrieden?

Der Titel, diese Frage, ob Sie zufrieden sind, die hat jetzt nicht so viel mit dem Text zu tun. Ich fand es nur wichtig, die Frage mal zu stellen, weil die Leute das so selten gefragt werden, außer, wenn man von ihnen will, dass sie eine gute Bewertung abgeben oder was kaufen.

Und es gibt ja auch immer mal Gründe, unzufrieden zu sein und man will ja nicht dauernd den anderen Leuten damit auf den Wecker gehen. Oder? Da ist es doch schön, ernsthaft und voller Interesse gefragt zu werden. Sind Sie zufrieden?! Ach, ich nenne den nächsten Blogbeitrag auch gleich so.

So, jetzt geht’s los, mein Rechner kann noch nicht herunter gefahren werden, denn er versucht, ein Backup zu klonen. Das muss von langer Hand vorbereitet werden, jedes Dokument muss einzeln gezählt werden wie die Sterne am Himmel.

Zeit für den Traum mit der Würstchenbude!

Ursprünglich hatte ich in dem Traum an einem Seminar teilgenommen, als ich auf einmal mit dem Fahrrad eines guten Freundes durch eine kleine Stadt fuhr. Die Gegend war mir aus anderen Träumen schon bekannt. Da waren Pflastersteine und viele verwinkelte Straßen, teils war es auch etwas steil. Überall liefen Leute herum und kauften ein.

Ich fuhr über das Kopfsteinpflaster und machte ein scharfes Kurvenmanöver. Dabei merkte ich, dass meine Zehen kaum die Pedale berührten und ich dachte so „hä? Normal geht das doch“. War ich schon geschrumpft? Ein Blick auf meine Füße offenbarte, dass ich dünne, weiße Söckchen trug. Sinnloser und untypischer geht es beim besten Willen nicht.

„Kaufen, kaufen, kaufen und dabei merken sie gar nicht, dass sie immer das Gleiche reden“, rief eine alte Frau.

Ich wusste nicht, ob ich gemeint war. Aber ich wusste jetzt, dass ich dringend Schuhe kaufen musste. Es wurde immer voller, auszuweichen wurde immer schwerer und dann war plötzlich ein runder Steinwall vor meiner Nase. Da kam ich mit dem Fahrrad einfach nicht mehr hoch, also hob ich es darauf, bis es oben lag.

Dann kletterte ich selber den Wall hoch und entdeckte, dass ich das Fahrrad in eine Grillbude hinein gehoben hatte. Sie war ganz klein! Durch das Rad war überhaupt kein Platz mehr und ich stand ja nun auch noch drin.

Der Besitzer war gerade weg gewesen und kam zurück. Erschrocken stoppte er am Eingang, starrte das Fahrrad an und sagte dann aus tiefster Brust heraus:

„Also, das wird nichts.“

Ja, das sah ich auch so. Ich musste mich selber erstmal von dem Schreck erholen. Mir fiel auch das Seminar wieder ein. Was die anderen wohl dachten, dass ich so urplötzlich nicht mehr da war? Und wie wohl die Resonanz sein würde, wenn ich zurückkäme und sagen würde, „ich hatte keine Schuhe an und musste welche kaufen. Aber das habe ich erst bemerkt, als ich schon losgefahren war“.

Dieser Traum ist leicht zu interpretieren …

… wobei es mir selber übrigens vollkommen ausreicht, dass Träume einfach nur da sind, ich brauche keine Interpretation. Aber zur Abrundung jetzt:

Am Abend vorher hatte ich mir nämlich vorgenommen, den Freund anzurufen, dessen Fahrrad ich im Traum fuhr, um mit ihm einen Kaffee zu trinken. Und zwar bei einem Café, das wie viele andere inzwischen zum Kiosk umfunktioniert worden ist. Sehr grillbudenmäßig. Ich ahnte aber schon bei der Idee, dass er genauso wenig Zeit haben würde wie ich – und so war es dann auch. Das wurde nichts.

Macht aber nichts. Die Welt endet ja heute nicht … oder glaube ich jedenfalls.

Der Rechner meldet jetzt, dass er die Kopien fertig vorbereitet hat! Finally!

Er fragt nach Erlaubnis, sie wirklich zu kopieren zu dürfen. Ich erlaube es ihm, schließlich habe ich die Aktion initiiert. Wenn ich das jetzt verbieten würde, das wäre noch sinnloser, als mit weißen Söckchen auf einem zu großen Fahrrad über Kopfsteinpflaster zu fahren.

°°°

So, zum Schluss noch eine kleine Waldhexe

und eine kleine Feuerhexe. Beide sind sehr zufrieden, denn wo immer sie fliegen, wachsen hinter ihnen Blumen und Bäume (noch zu zeichnen). Wenn ich mich da so reindenke … wahrscheinlich fliegen ein paar Meter vor ihnen noch andere Wesen, die ständig Verwüstung hinterlassen.

Gründe dafür gibt es ja wie Sand am Meer:

  • Weil sie nichts anderes gelernt haben, zum Beispiel.
  • Oder weil sie sich nie umgucken.
  • Oder weil sie nie selber dort landen müssen, wo sie lang geflogen sind.
  • Oder weil sie die Verwüstungen gar nicht mit sich selbst in Verbindung bringen.
  • Oder weil sie Verwüstungen lieben.
  • Weil sie Bäume blöd finden und Sauerstoff hassen.
  • Weil sie sich selbst dafür hassen, dass sie atmen. Oder oder oder.

Das ist auch alles noch zu zeichnen – jetzt wird’s viel. Aber Brachland malen macht Spaß, da ist man in der Gestaltung so schön frei. Und selbst auf dem Papier ist es eine Wohltat, Bäume wachsen zu lassen. Mhm.

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