Leere Klasse in der Schule

Denn sie wissen echt nicht, was sie tun

Echt nicht!

Schon der zweite Traum in einer Nacht. Ich bin mit einer Gruppe von Leuten in einem großen Raum, es ist meine Klasse. Wir sollen lernen.

Dann kommt eine Lehrerin und sagt, dass sie heute eine(n) von uns zum Heulen bringt.

Ich frage sie, wie sie das machen will und sie sagt, ich würde schon sehen.

Jemand wird auf eine Bühne gerufen und soll etwas von Goethe durch einen Vorhang improvisieren. Das finde ich jetzt nicht besonders schlimm. Die Lehrerin findet mich zu aufsässig, ich soll mich woanders hinsetzen. Also gehe ich ganz nach hinten.

Der neue Lehrer

Nächste Stunde, da ist eine männliche Lehrkraft und es sind Student*innen von einer anderen Klasse da, die sind supernett. Ich tausche mich mit meinem Sitznachbarn aus. Die anderen nicken sich auch immer so zu – ein schönes Verständnis untereinander.

Diesmal sitzen wir ganz vorn. Der Lehrer will uns auch zum Heulen bringen, das ist die Agenda der Schule.

Mein anderer Nachbar liest aus seinem schönen Heft mit Zeichnungen und handschriftlichen Aufzeichnungen vor. Danach muss er es verbrennen.

Er heult aber nicht. Ich finde es unmöglich und muss eins weiter rücken und auf dem Boden sitzen. Da ist ein seidiges, indisches Sitzkissen. Ziemlich schön, auch wenn die Augenhöhe fehlt. Ich dachte, der Lehrer muss doch merken, dass er Quatsch macht.

Hinten stehen schon einige an einem beleuchteten Lebensmittelschrank an, weil wir wohl nach der Stunde dort einkaufen können. Der Lehrer sagt, er zeigt mir jetzt richtiges Fleisch.

Ich steige mit ihm eine Dachluke hinab. Wir müssen genau aufpassen, wie wir die Füße setzen und befinden uns über einem stürmischen Meer. Es sind auch andere Leute dort, aber seine Insel, auf der auch das Fleisch ist, ist verschwunden. Er gerät außer sich, denn die Insel ist ihm von seinem Bruder weggeschnappt worden.

Er flippt so sehr aus, dass ich ihm noch helfen muss, seine Schritte richtig zu setzen, um ihn sicher zurück ins Klassenzimmer zu bringen. Erstaunlich, eigentlich. Ich meine, ich hätte ihn ja auch runterschubsen können.

Wer dann wohl geheult hätte!

Fleisch, verschwindende Inseln …

… na, wenn es hier nicht mal wieder um den Klimawandel geht. Und der hat sogar was mit den Halbstarken in „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ zu tun. Auch wenn der Titel jetzt gar nicht im Traum vorkam, lese ich nämlich, dass Autos und Motorräder in den 50ern eine Chance boten, sich selbst zu entdecken und zu individualisieren.

Es ist auch gar kein Wunder, dass die Leute das so gemacht haben. Denn das Wort Auto kommt aus dem Griechischen und bedeutet ja „Selbst“. Zum Verwechseln ähnlich!

Damals wusste man auch noch nichts über CO2. Das war viel zu durchsichtig, um daran zu glauben.

Vielleicht ging es in dem Traum aber auch um gar nichts.

Das darf man alles nicht so eng sehen. Neulich habe ich in der GEO gelesen, dass wir sowieso viel weniger mitkriegen, als wir glauben. Und dass alles, was wir über uns selbst und die Welt denken, erfundene und selbst abgerundete Geschichten sind. Ja, ja, ich hatte schon so eine Ahnung. Wie schön, dass das mal von außen abgerundet wird.

Ach, Lesen macht einfach soviel Spaß! Wieso hat das denn keine von den Lehrkräften betont?

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